Globus

Am 17. März 2020 hat die Bundesregierung eine weltweite Reisewarnung aufgrund der Corona-Pandemie ausgesprochen. Diese soll wahrscheinlich zum 15. Juni 2020 aufgehoben werden. Stattdessen wird es individuelle Reisewarnungen für einzelne Länder geben, die der jeweils aktuellen Lage entsprechen. So dürfte es in Ländern, die ihrerseits aktuell noch die Grenzen geschlossen haben, weiterhin eine eingeschränkte Warnung bestehen bleiben, etwa für Norwegen oder Spanien.

Die Reisewarnung soll zunächst für insgesamt 31 Länder, darunter die 26 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, sowie Großbritannien, Island, Norwegen, die Schweit und Liechtenstein, aufgehoben werden.

Wann genau die Aufhebung beschlossen wird, steht noch nicht fest. Dies soll in Abhängigkeit mit den weiteren Entwicklungen der Corona-Pandemie innerhalb der nächsten zwei Wochen entschieden werden.

Wie wirkt sich die Rücknahme der Reisewarnung auf die Urlaubspläne der Deutschen aus? Sind Reisen dann wieder möglich?

Grundsätzlich gilt auch mit Reisewarnung, dass es jedem frei steht zu reisen. Es wird lediglich davon abegraten, da sowohl im Ausland, als auch bei der Rückkehr, mit Einschränkungen, wie Ausgangsbeschränkungen oder Quarantäne-Maßnahmen, auftreten können.

Rechtliche Situation bei Pauschalreisen

Liegen an einem Pool mit Blick auf’s Meer

Rechtlich bewirkt eine Reisewarnung, dass Urlauber einer Pauschalreise aufgrund außergewöhnlicher Umstände von ihrer Reise zurücktreten können, ohne eine Stornierungsgebühr zahlen zu müssen. Ebenso können Reiseveranstalter eine Reise stornieren und sich dabei auf die Reisewarnung stützen. Auch in diesem Fall hat der Reisende keine Kosten zu tragen.

Fällt die Reisewarnung nun weg, liegt es im eigenen Verantwortungsbereich des einzelnen, zu entscheiden, ob er eine Reise antreten möchte oder nicht. Er hat – sollte er sich gegen die gebuchte Reise entscheiden – die Folgen einer Stornierung dann selbst zu tragen, da die Bundesregierung die Lage in dem jeweiligen Land nicht mehr als derart gefährlich einstuft, als dass Reisen dorthin unterlassen werden sollten. Das bedeutet im Klartext: Es können Stornierungsgebühren anfallen, die der Reisende dann auch zu tragen hat.

Wird die Reise von dem Reisveratsalter storniert, muss dieser jedoch sämtliche bisher geleisteten Zahlungen zurückerstatten.

Rechtliche Situation bei indivivuell gebuchten Reisen

Frau sitzt im Auto und zeigt auf eine Landkarte.

Bei individuell gebuchten Übernachtungen ergeben sich keine Unterschiede dazu, ob eine Reisewarnung der deutschen budnesregierung besteht oder nicht. Häufig befinden sich die Vertragspartner (Hotels, Appartmentvermieter etc.) im Ausland, sodass ausländoisches Recht Anwendung findet. Wie dort mit stornierungen umgegangen wird, kann nur im Eimnzelfall beurteilt werden.

Ähnlich sieht es mit individuell gebuchten Flügen aus. Auch hier lassen sich aus der Reisewarnung der deutschen Bundesregierung keine Rückschlüsse darauf ziehen, ob bei einer Annullierung eine Ausgleichszahlugn zu erfolgen hat oder nicht. Denn eine solche Ausgleichszahlung ist immer dann ausgeschlossen, wenn die Annullierung aufgrund eines außergewöhnlichen, von der Airline nicht zu vertretenen Umstandes erfolgt. Flugstornierungen aufgrund von Corona erfolgten jedoch zumeist nicht wegen der Pandemie selbst, sondern wegen der Einreisebeschränkungen des jeweiligen Ziellandes. Diese stellen einen außergewöhnlichen Umstand dar.

In jedem Fall muss die Airline jedoch die Kosten für den Flugschein zurückerstatten.

Wie soll ich mich also verhalten, wenn ich eine Reise nach dem 15. Juni 2020 gebucht habe?

Mann zeigt mit dem Finger auf einen kleinen Globus.

Für alle Reisen, die nach dem 15. Juni 2020 anstehen, sollten auf der Seite des auswärtigen Amtes genau die Reisehinweise für das jeweilige Land studiert werden. Dort finden Reisende Informationen, ob eine konkrete Reisewarnung besteht, ob das jeweilige Land Einreisebeschränkungen erlassen hat oder welche Einschränkungen einen am Urlaubsziel erwarten können.

Es sollte zudem auf Hinweise für diejenigen Länder geachtet werden, in denen man etwa einen Zwischenstopp mit dem Flugzeug macht oder die man mit dem Auto durchqueren muss, um zu seinem Urlaubsziel zu kommen.

Brauchen Sie Hilfe mit Ihrer Reise? Dann kontaktieren Sie uns gerne!

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